Warum ich als Arbeiter für die SPD in das Abgeordnetenhaus möchte

Peter_Reimund_B-6473_A1 für Fennpost2Liebe Bürgerinnen, liebe Bürger

am 18.09.2016 wird in Berlin ein neues Abgeordnetenhaus gewählt und die SPD-Lichtenberg hat mich zum Kandidaten für den Wahlkreis 3, Hohenschönhausen-Süd, Fennpfuhl und Rosenfelder Ring aufgestellt. Ich bin 58 Jahre alt, von Beruf Elektriker und seit 2001 Leiharbeiter. 1990 bin ich ganz bewusst als Arbeiter in die SPD eingetreten. Denn ich bin der Meinung, ein Arbeitnehmer kann sich am besten für Arbeitnehmerinteressen einsetzen. Es ist nicht so, dass die Arbeitnehmer in der SPD nicht auch Erfolge haben. Die Einführung des Mindestlohnes war ein wichtiger Erfolg und die Rente mit 63 für langjährig Versicherte. Denn Arbeitnehmer, die 45 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt haben, sollen auch früher in ihren wohlverdienten Ruhestand gehen können. Sie haben lange dafür eingezahlt und viele von Ihnen schaffen es auch körperlich nicht bis zum regulären Renteneintritt zu arbeiten. Auch das ist in meinen Augen ein Erfolg der Arbeitnehmer in der SPD. Das war wichtig, aber immer noch zu wenig. Auf lange Sicht brauchen wir eine neue Rentenreform, die sozial und gerecht ist und ein Sozialsystem dass Menschen die keine Arbeit haben ein menschenwürdiges Leben ermöglicht

Menschen, die jede Woche 40h arbeiten, müssen von Ihrem Lohn leben können, nicht nur überleben! Doch obwohl der Mindestlohn immer noch zu niedrig ist, kämpfen Arbeitgeber und andere Parteien gegen ihn. Gerade Politiker konservativer Parteien behaupten immer wieder dass der Mindestlohn Arbeitsplätze vernichtet. Dazu kommen dann Sprüche wie: „Der Mindestlohn zerstört Arbeitsplätze und beschränkt die deutsche Wirtschaft“, oder „Lieber viele Stunden mit geringem Einkommen als wenige Stunden mit Mindestlohn.„ Dazu kann ich als Arbeiter nur sagen: Ich bin zwar ein abhängig Beschäftigter, aber kein Sklave. Und ich werde mich von niemandem versklaven lassen. Egal welcher Partei derjenige angehört. Denn unter dem Mindestlohn zu arbeiten ist moderne Sklaverei. Inzwischen ist erwiesen, der Mindestlohn hat keine Arbeitsplätze gekostet, sondern es wurden sogar mehr Vollzeitstellen geschaffen.

Natürlich sind Rente und Mindestlohn bundespolitische Themen und wir haben in Berlin noch andere Themen. In Berlin konnte eine Menge für den Bürger erreicht werden. Die Arbeitslosigkeit konnte unter 10 % gesenkt werden. Der niedrigste Stand seit 25 Jahren. Trotz Mindestlohn, 260`000 sozial pflichtige Arbeitsplätze konnten in den letzten 10 Jahren in Berlin geschaffen werden. Berlin will den Wohnungsbestand bei den kommunalen Wohnungsunternehmen erhöhen, um besser Einfluss auf Miethöhen in der Stadt zu haben. 900 Millionen Euro will die Stadt in den nächsten 4 Jahren dafür ausgeben. 55 Prozent der frei werdenden Wohnungen städtischer Gesellschaften sollen Menschen mit Wohnberechtigungsschein vorbehalten sein. Die Mieten in Sozialwohnungen werden auf 30 Prozent des Nettoeinkommens begrenzt. Die Berliner Schulden sinken erstmals seit Jahren. Damit konnten zusätzliche Mittel für Investitionen in die wachsende Stadt bereit gestellt werden. Die Kita Gebühren werden nach und nach abgeschafft. Das entlastet junge Eltern, die Kaufkraft steigt und sie können das Geld für Ihre Kinder ausgeben. Wir brauchen gut ausgebildete Menschen. Deshalb hat die SPD für alle Berlinerinnen und Berliner zusätzliche Ausbildungsplätze geschaffen. Die neuen Jugendberufsagenturen helfen jungen Menschen bei der Berufswahl, und mit einem dualen Abitur wollen wir mehr Menschen an Ausbildungsberufe heranführen.

Trotzdem kann man als Arbeitnehmer in der Stadt nicht zufrieden sein. Durch das jahrelange Sparen ist der öffentliche Dienst ausgelaugt und überlastet. Viele Beschäftigte des öffentlichen Dienstes haben Überstunden, die sie nicht abbummeln können. Die Flüchtlingskrise ist auf den überlasteten öffentlichen Dienst getroffen und hat die Situation noch verschärft. Viele Bürger fragen sich deshalb: Kann Berlin die anstehenden Probleme wirklich stemmen? Ich denke schon!

Ich weiß, man muss seine Interessen als Arbeitnehmer selbst wahrnehmen. Viele Politiker können sich nicht vorstellen wie es ist, nach 8 – 10 Stunden körperlicher Arbeit müde nach Hause zu kommen. Wenn man dann als Elektriker auf dem Bau mit schlechten Planungen, mit schlecht ausgebildeten Mitarbeitern, mit zu wenig Lohn den ganzen Tag zu tun hat, ist man nicht nur müde, sondern auch abgekämpft und demotiviert. Und wenn ich dann auch noch mit Kollegen ohne ausreichende deutsche Sprachkenntnisse kommunizieren muss könnte auch ich manchmal verzweifeln. Aber die Kollegen sind nicht schuld an ihrer Situation. Nicht die, die keinen Facharbeiter haben, und auch nicht die mit ausländische Wurzeln. Sie alle sind Menschen die ein menschenwürdiges Leben führen wollen. Sie werden von der Machtgier einer reichen Minderheit in Würdelosigkeit und Armut gehalten. Deutsche Hilfsarbeiter und ausländische Migranten sollen als Reserve dienen, um schlechte Löhne und Arbeitsbedingungen durchzusetzen. Ich möchte mich im Abgeordnetenhaus dafür einsetzen, dass wieder ausreichend Personal mit fairer Bezahlung im öffentlichen Dienst eingesetzt wird. Wir brauchen wieder mehr Polizei, mehr Feuerwehrmänner, mehr und bessere Dienstleistungen für die Berliner und Berlinerinnen. Ich möchte für die Senkung der Jugendarbeitslosigkeit, für den Wiedereinsatz von öffentlich geförderter Arbeit und für mehr und bessere Weiterbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen für Langzeitarbeitslose und Geringqualifizierte kämpfen. Arbeitnehmer müssen selbst für Ihre Rechte kämpfen und deshalb kämpfe ich als Arbeiter um ein Abgeordnetenhausmandat. Schreiben Sie mir Ihre Kritik und Anregungen an „ abteilung3@spd-lichtenberg.de „ oder an SPD-Lichtenberg Rathausstr.7 10367 Berlin zu Hd. Herr Peter.

 

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